Smart Home, sweet Home

Ich beschäftige mich ja schon seit ein paar Jahren mit Smart Home Geräten und Software sowohl im Open als auch im Closed Source Bereich (Homematic, fhem, CCU.io, DashUI) und hab schon eine ganze Menge probiert. Klar war für mich immer, dass Verbindungen nach außen nur dann möglich sein sollen, wenn ich das ganze kontrollieren kann. Auch wenn ich sonst ein Freund von Cloud-Diensten bin, hier war für mich eine Grenze.

Weiterer wichtiger Aspekt war für mich immer die Benutzerfreundlichkeit, oder wie man es in der „Szene“ liebevoll nennt, den WAF – Woman Acceptance Factor. Ist es beim fhem eher auf dem Level, dass nahezu sämtliche Funktion gescripted werden muss, Homematic von Haus aus einfach hässlich ist und CCU.io zwar vieles einfacher aber noch lange nicht simpel macht, ist es für mich kein Wunder, dass Smart Home noch nicht wirklich ein Massenprodukt ist.

Was die Jungs von Protonet machen mit ihrem Projekt ZOE eine ganze Menge richtig. Zum einen ist die Steuerung per Stimme sehr bequem, weil man nicht immer erst ein Device in die Hand und eine App starten muss, nur um das Licht zu schalten, zum anderen verzichtet ZOE auf die bei Google Nest oder Amazon Echo obligatorische Cloud-Anbindung.

Der Preis ist fair, das Produkt ist auch noch ästhetisch gelungen und spielt so ziemlich mit allen Sensoren und Aktoren die da draußen am Markt sind.

Mehr Infos und Funding-Möglichkeiten gibt es hier:

https://www.indiegogo.com/projects/protonet-zoe-smart-home-of-the-free#/

Ach ja, Marketing-Videos können die jetzt auch.

Um das Video zu sehen müssen die statistik angenommen werden.

 

Mit Pushbullet das Handy in der Tasche lassen

Wer viel am Rechner sitzt, dem dürfte es ebenso lästig sein beim Eintreffen einer Nachricht auf dem Handy Maus und Tastatur weg zu legen, das Handy in die Hand zu nehmen, zu entsperren um nachzusehen was sich gerade auf dem Gerät tut oder was eingetroffen ist.

Schön wäre natürlich, wenn man alle Benachrichtigungen des Mobiltelefons auf seinen Rechner spiegeln könnten. Wäre nicht nur schön, kann man auch!

Der Dienst Pushbullet macht genau das. Er zeigt alle Benachrichtigungen des Telefons auf dem Rechner an.

Benachrichtigungen am RechnerMan kann sich damit zum Beispiel eintreffende WhatsApp Nachrichten, SMS, E-Mail Benachrichtigungen und Notifications nahezu aller Apps einblenden lassen. Es ist möglich mehrere Geräte miteinander zu verbinden (Also z.B. den Rechner, das Handy und das Tablet). Außerdem kann man mit Pushbullet Nachrichten von einem Gerät zum anderen schicken. So habe ich zum Beispiel einfach alle Screenshots vom Handy so an meinen Rechner geschickt.

Kurztest – Leicke Hebron

Vor ein paar Wochen war ich mal auf der Suche nach einer Lösung für ein häufiges Problem. Immer dann wenn ich mit dem Smartphone ein paar Bilder gemacht habe möchte irgend wer die auch haben (Meetings, Kunde, Familie). Und in vielen Situationen sind die einfachen (Cloud)-Lösungen nicht verfügbar (Kein Nutzerkonto, Firmen-Policy, Bandbreite). Ich lebe auf dem Land. Da ist mobiles Internet teilweise immer noch „living on EDGE“.

Zweiter Punkt war, dass ich schon mal größere Datenmenge auf mein Smartphone kopieren möchte (Musik, Videos). Meine Gerätekombination aus einen Mac und einem HTC One M7 ist dank einer grottenschlechten Sync-Software nicht gerade optimal für stabile Kopierprozesse. Vorausgesetzt man möchte sie nicht mehrfach machen.

FrontalansichtEs musste also ein USB-OTG Host-Adapter her. Klingt kompliziert, ist aber eigentlich nichts anderes als eine große USB-Buchse für das Smartphone. Bei den meisten gängigen Adaptern hat man dann auch genau eine Buchse, was im Normalfall auch vollkommen ausreicht.

Über die Seite MackenCheck bin ich dann auf den Hebron Adapter von Leicke aufmerksam geworden. Die haben dann tollerweise nicht nur den Adapter vorgestellt sondern direkt auch 10 Tester gesucht. Da ich ja gerne teste und beim Ausfüllen von Formularen raketenschnell bin, hatte ich den Adapter vor ein paar Tagen dann Briefkasten.

Hier mal ein kleiner Bericht, was der Adapter so alles kann.

  • Man schließt den Adapter per Micro-USB an das Smartphone an. Das Smartphone meldet dann USB-Host Modus in der Benachrichtigungs-Leiste oben. Mehr passiert erst mal nicht.
  • Schließt man einen USB-Speicher an einen der drei verfügbaren Ports (USB 2.0) an, welche die Speicher eingebunden (gemounted) und stehen dann zum Beispiel im Dateimanager (z.B. Astro) zur Verfügung.
  • Das gleiche passiert übrigens mit Speicherkarten die man auch direkt einstecken kann. Möglich sind TF, SD, SDHC, Memory Stick, Memory Stick 2
  • Möchte man eine USB-Festplatte ohne eigene Stromversorgung benutzen empfiehlt es sich das beiliegende Kabel einzustecken. Damit haben die USB-Geräte zusätzliche Spannung. Das Handy kann darüber aber nicht geladen werden.
  • Witzig ist auch der Anschluss einer USB-Maus oder einer Tastatur. Steckt man die Maus ein, hat man plötzlich einen Maus-Zeiger auf dem Handy. Das könnte nützlich sein, wenn man sein ausgemustertes Handy mittels XMBC als Mediacenter verwenden will.

Die Geschwindigkeit beim Kopieren ist völlig in Ordnung. Schneller geht es mit einem Kabel vom Rechner aus auch nicht.

Die Verarbeitung ist gut, der Kunstoff ist leicht gummiert und das Gerät erfreulich leicht. Probleme habe ich kein feststellen können.

Fazit. Das Gerät ist kein, kompakt und wirklich praktisch. Ideal auch, wenn man Bilder von seiner Digitalkamera auf seinem Tablet anschauen möchte (Achtung, geht natürlich nicht mit iPad und älteren Samsung Tablet mit dem breiten MHC-Stecker, dafür gibt es aber eigene Produktvarianten bei Leicke (http://www.leicke.eu/de/brand/hebron).

Das einzige was man noch verbessern könnte wäre, das man eine kleine Tasche oder Dose mitliefert in der man den Adapter und das Kabel für den zusätzlichen Stromanschluss unterbringen kann. Vielleicht direkt mit kleinen Taschen für Speicherkarten, etc.

Hier noch ein paar Bilder vom Gerät