Eine neue SmartWatch

Ich bin in vielen Bereichen ja ein ziemlicher First Mover und liebe Gadgets. Kein Wunder, dass ich schon ziemlich früh Smart Watches am Arm getragen habe.

Die erste SmartWatch war 2010 eine Sony Live View. Das war eine sehr frühe Evolutionsstufe smarter Uhren. Die Grundidee war schon gut, aber Grundlegende Dinge wie Batterielaufzeit, stabile Konnektivität und Robustheit machten das Ding alles andere als alltagstauglich.

Danach folgte eine längere Pause bis mich die Motorola Moto 360 Ende 2014 wieder in ihren Bann zog. Damals was Wear OS, das damals noch Android Wear hieß, relativ neu. Mit der Moto 360 war ich lange recht zufrieden, bis irgendwann das Bodenglas irreparabel gebrochen ist und keine Armbänder mehr angebracht werden konnten. Ich wechselte dann 2016 auf die Zen Watch 2. Mit Wear OS war es aber immer eine Art Hassliebe. Das Grundprinzip sagte mir zu, aber es hakte immer irgendwo, was die Freude langsam aber sicher ein wenig abkühlen ließ. Trotzdem war die Uhr täglich am Handgelenk.

Sport mit der Smartwatch

Anfang 2019 habe ich dann wieder intensiv angefangen Sport zu treiben. Meine ZenWatch hatte bis dahin treu durchgehalten, aber beim Sport war sie nicht auf dem richtigen Terrain. Sie hat keinen Pulsmesser, was beim Laufen ein echter Nachteil ist. Zudem gibt es bei Wear OS keine Möglichkeit Spotify offline zu nutzen. Man trägt also immer das Smartphone mit, obwohl die ZenWatch 2 mit GPS in der Lage ist Laufstrecken aufzuzeichnen. Music abzuspielen geht entweder mit MP3 Dateien vom eigenen Rechner (die ich irgendwie seit fast 10 Jahren nicht mehr angefasst habe) oder aber mit Google Music als Streaming Dienst.

Spotify auf der Smartwatch

Spotify Playlisten kann man aktuell nur auf den Samsung Gear / Watch Geräten mit Tizen OS und auf einigen Laufuhren von Garmin offline speichern. Das geht nicht mal auf der Apple Watch. Scheinbar bieten Wear OS und watch OS das nur für die eigenen Streaming Dienste an. (Eine Übersicht direkt von Spotify findet man hier). Die Spotify Apps für Wear OS und watchOS dienen nur als Fernsteuerungen für Spotify Connect.

Die Liste der Kandidaten war also schon sehr überschaubar. Entweder eine Uhr aus der Samsung Gear oder der aktuelleren Watch Reihe oder die Garmin vivoactive Music.

Sport Apps

Fast alle Smartwatches bringen eine App für Runtastic mit, das ich eigentlich in den letzten Jahren immer für meine Läufe benutzt habe. Gesammelt habe ich alle meine Trainings- und Gewichtsdaten in Google Fit. Die Uhren der Koreaner kommen mit ihrem eigenen Samsung Health System und bieten darüber hinaus weitere Sport Apps an, zum Beispiel Strava, die Under Armour Apps und diverse andere. Das Runtastic Ökosystem ist leider außen vor.

Mobiles Payment

Die Garmin Uhren unterstützen schon seit längerem mit Garmin Pay ein eigenes NFC basiertes drahtloses Bezahlsystem. Von der Hardware können das auch die Samsung Geräte. Allerdings ist der dafür vorgesehene Dienst Samsung Pay aktuell noch nicht in Deutschland gestartet. Die Laufrunde am Wochenende zu Bäcker muss also noch mit Bargeld erfolgen, so lange wie Samsung seinen Dienst noch nicht gestartet hat.

Entscheidung

Samsung Galaxy Gear Sport

Geworden ist es dann die Samsung Galaxy Gear Sport. Die Uhr ist zwar schon ein etwas älteres Modell, hat aber kürzlich auch noch das Update für das neue One UI von Samsung erhalten. Wie gut die Software-Pflege bei Garmin ist, kann ich nicht sagen. Die Tatsache das die Gear Sport auf dem gleichen Stand wie die aktuellen Modelle ist und die Unterschiede (bis auf den Akku) eher marginal sind, waren am Ende zwei Dinge entscheidend. Zum einen die Lünette als Scrollrad, zum anderen der wirklich sehr gute Preis von gerade mal 135€ bei Amazon.

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